Soziale Angst
Wenn die Angst vor negativer Bewertung, Blamage oder sichtbarer Nervosität soziale Situationen zunehmend bestimmt.
Wann wird soziale Angst zum Problem?
Unsicherheit in sozialen Situationen ist weit verbreitet. Von einer sozialen Angststörung spricht man, wenn die Angst deutlich belastet, zu Vermeidung führt oder Alltag, Beziehungen und Beruf einschränkt. Typisch sind Befürchtungen, andere könnten Nervosität bemerken, man könne langweilig, unsicher, merkwürdig oder inkompetent wirken.
Wie erklärt MCT soziale Angst?
Aus metakognitiver Sicht wird soziale Angst unter anderem dadurch aufrechterhalten, dass sich die Aufmerksamkeit stark nach innen richtet und soziale Situationen vor- und nachbereitet werden: durch Sorgen im Vorfeld, Selbstbeobachtung während der Situation und anschließendes Grübeln darüber, wie man gewirkt hat.
MCT zielt deshalb darauf, diese Denk- und Aufmerksamkeitsmuster zu verändern. Dazu gehören ein flexiblerer Aufmerksamkeitsfokus, weniger anhaltende Vor- und Nachbereitung und ein anderer Umgang mit negativen inneren Bildern und Bewertungen.
Die Behandlung
Die Metakognitive Therapie wurde in mehreren klinischen Studien bei sozialer Angst untersucht und zeigte dabei deutliche Verbesserungen der Beschwerden.
In der Behandlung lernen Patient:innen, ihre Aufmerksamkeit weniger stark auf sich selbst und mögliche Anzeichen von Nervosität zu richten. Außerdem werden Sorgen vor sozialen Situationen, das nachträgliche Grübeln und belastende innere Vorstellungen davon, wie man auf andere wirkt, gezielt verändert. Dadurch können soziale Situationen zunehmend erlebt werden, ohne sie fortwährend gedanklich vorzubereiten, zu überwachen oder nachträglich auszuwerten.