Sorgen
Wiederholtes Nachdenken über mögliche zukünftige Schwierigkeiten – häufig als Kette von „Was wäre, wenn …?“-Fragen. Gemeint ist hier vor allem anhaltendes Sorgen, das kaum zu konkreten Lösungen führt.
Grübeln
Wiederholtes gedankliches Kreisen um Erlebnisse, Gefühle oder die eigene Person, etwa: „Warum habe ich das gesagt?“ Man analysiert immer weiter, ohne zu einer hilfreichen Klärung zu kommen.
Intrusive Gedanken
Gedanken, Bilder oder Impulse, die sich ungewollt ins Bewusstsein drängen. Ihr Auftreten allein sagt nichts darüber aus, ob jemand sie befürwortet oder umsetzen möchte.
Metakognition
Wissen und Überzeugungen über das eigene Denken und die Steuerung der Aufmerksamkeit. Dazu gehört zum Beispiel die Annahme: „Wenn ich lange genug nachdenke, finde ich Sicherheit.“
Bedrohungsmonitoring
Die Aufmerksamkeit sucht wiederholt nach möglichen Gefahren – etwa nach Anzeichen von Ablehnung, körperlichen Symptomen oder eigenen Fehlern.
Informationen für Patient:innen
Was ist Metakognitive Therapie, wie setzt sie an und wie finden Sie qualifizierte MCT-Therapeut:innen?
Was ist Metakognitive Therapie?
Gestrichelt unterstrichene Begriffe lassen sich für eine kurze Erklärung anklicken.
Die Metakognitive Therapie (MCT) ist ein psychotherapeutischer Ansatz, der von Professor Adrian Wells entwickelt wurde. Im Mittelpunkt steht nicht nur der Inhalt belastender Gedanken, sondern vor allem der Umgang mit ihnen – zum Beispiel anhaltendes , , die Aufmerksamkeit auf Bedrohungen und Versuche, Gedanken zu kontrollieren.
MCT zielt darauf, diese Muster zu verändern und einen flexibleren Umgang mit Gedanken und Aufmerksamkeit zu entwickeln.
Bei welchen Problemen wird MCT eingesetzt?
Sorgen & generalisierte Angst
Warum Sorgen so schwer abschaltbar werden können und wie MCT an den aufrechterhaltenden Prozessen ansetzt.
Depression & Grübeln
Wie anhaltendes Grübeln depressive Beschwerden verstärken kann und wie MCT den Umgang mit Gedanken verändert.
Soziale Angst
Sorgen vor und nach sozialen Situationen, Selbstaufmerksamkeit und Angst vor negativer Bewertung.
Posttraumatische Belastungsstörung
Wie Sorgen, Grübeln, und Kontrollstrategien die Erholung nach Trauma behindern können.
Panikattacken
Für Panik ist MCT weniger weit entwickelt als für andere Störungsbilder. Standard-KVT ist hier sehr gut belegt; metakognitive Ansätze werden deshalb zurückhaltend eingeordnet.
Qualifizierte Therapeut:innen finden
Das Metacognitive Therapy Institute® führt ein internationales Register von Therapeut:innen, die die festgelegten Ausbildungsstandards erfüllen.