Posttraumatische Belastungsstörung
Nach traumatischen Erfahrungen können Erinnerungen, Gedanken und Alarmreaktionen lange bestehen bleiben. MCT setzt an den Prozessen an, die eine natürliche Erholung blockieren können.
Was kann nach einem Trauma passieren?
Nach extrem belastenden Ereignissen sind intrusive Erinnerungen, erhöhte Wachsamkeit, starke emotionale Reaktionen und Versuche, Gedanken oder Gefühle zu kontrollieren, zunächst nicht ungewöhnlich. Bei einer PTBS halten diese Beschwerden an und beeinträchtigen das Leben deutlich.
Wie erklärt MCT PTBS?
Die metakognitive Perspektive richtet den Blick besonders auf Reaktionsweisen nach dem Trauma: anhaltendes Sorgen und Grübeln, Bedrohungsmonitoring sowie Strategien zur Kontrolle oder Vermeidung von Gedanken und Erinnerungen. Diese Prozesse können dazu beitragen, dass sich das psychische System nicht ausreichend von der Erfahrung erholt.
MCT arbeitet deshalb daran, die Art zu verändern, wie auf spontan auftretende Erinnerungen, Gedanken und Symptome reagiert wird. Ein charakteristisches Merkmal ist, dass die Behandlung nicht auf wiederholtes, detailliertes Durcharbeiten des Traumas angewiesen ist.
Die Behandlung
Die Metakognitive Therapie wurde in mehreren klinischen Studien bei posttraumatischer Belastungsstörung untersucht und zeigte dabei deutliche Verbesserungen der Beschwerden. Dazu gehört auch eine randomisierte kontrollierte Studie im Vergleich mit prolongierter Exposition.
Die Behandlung setzt daran an, wie Betroffene auf spontan auftretende Erinnerungen, Gedanken und körperliche Reaktionen antworten. Sorgen, Grübeln, Bedrohungsmonitoring und Versuche, Erinnerungen oder Gefühle zu unterdrücken, werden reduziert. Eine ausführliche wiederholte Konfrontation mit der gesamten Traumaerinnerung ist in der MCT nicht erforderlich; stattdessen soll der natürliche psychische Verarbeitungsprozess wieder Raum erhalten.