Panikattacken
Wenn intensive Angst plötzlich auftritt und körperliche Empfindungen als bedrohlich erlebt werden.
Was ist eine Panikattacke?
Eine Panikattacke ist ein plötzlich einsetzender Zustand starker Angst mit körperlichen Empfindungen und bedrohlichen Gedanken. Dazu können Herzklopfen, Atemnot, Schwindel, Schwitzen, Zittern, Übelkeit, Kribbeln oder ein Gefühl der Unwirklichkeit gehören. Häufig werden diese Empfindungen als Zeichen einer unmittelbar drohenden Gefahr gedeutet – etwa als Herzinfarkt, Ohnmacht oder Kontrollverlust.
Einzelne Panikattacken sind nicht selten. Wenn wiederholt unerwartete Attacken auftreten und die Angst vor weiteren Attacken oder die Vermeidung möglicher Auslösesituationen den Alltag deutlich einschränken, kann eine Panikstörung vorliegen.
Wie werden Panikattacken behandelt?
Die kognitive Verhaltenstherapie ist eine gut untersuchte Behandlung der Panikstörung. Sie setzt unter anderem an einem Kreislauf aus körperlichen Empfindungen, bedrohlichen Fehlinterpretationen, zunehmender Angst sowie Vermeidungs- und Sicherheitsverhalten an.
Neue, ungeklärte oder ungewöhnlich starke körperliche Beschwerden sollten ärztlich abgeklärt werden. Auch andere Erkrankungen sowie der Konsum bestimmter Substanzen können panikähnliche Symptome verursachen.
Welche Rolle spielt MCT?
Die Metakognitive Therapie ist für Panikstörungen bislang weniger weit entwickelt als für andere psychische Störungen. Ein Grund dafür ist, dass mit der kognitiven Verhaltenstherapie bereits eine gut untersuchte und wirksame Behandlung zur Verfügung steht.
In frühen Untersuchungen wurden metakognitive Techniken wie das Aufmerksamkeitstraining eingesetzt. Dabei lernen Patient:innen, ihre Aufmerksamkeit flexibler zu steuern und körperliche Empfindungen weniger anhaltend zu überwachen. Die bisherige Studienlage reicht jedoch nicht aus, um MCT bei Panik derzeit als ebenso gut etabliert darzustellen wie bei generalisierter Angst, Depression oder posttraumatischer Belastungsstörung.