MCT bei Zwang: Neue randomisierte Studie aus Pakistan

Eine am 15. Oktober 2026 veröffentlichte Studie untersucht Metakognitive Therapie bei Zwangsstörungen in zwei ambulanten Einrichtungen in Pakistan. Sie erweitert die bisher überwiegend westliche Studienbasis und prüft zugleich mögliche Veränderungsmechanismen.

Was wurde untersucht?

76 Erwachsene wurden zwölf wöchentlichen Einzelsitzungen MCT oder einer zeitlich vergleichbaren Regelversorgung zugeteilt. Die verblindete Fremdbeurteilung mit der Y-BOCS fiel nach Behandlung um etwa vier Punkte, nach sechs Monaten um rund 6,9 Punkte günstiger für MCT aus. Niemand erreichte die festgelegte Remissionsschwelle.

Was lässt sich daraus ableiten?

Der untersuchte zeitversetzte Vermittlungseffekt über allgemeine metakognitive Überzeugungen wurde nicht bestätigt. Für die Verlaufskontrolle bleibt es daher sinnvoll, neben solchen Überzeugungen auch Symptome, Rituale und Alltagsfunktion zu erfassen.

Die Aussagekraft ist begrenzt: kleine Stichprobe, retrospektive Registrierung, keine unabhängige Kompetenzbewertung und kein Vergleich mit Exposition und Reaktionsverhinderung (ERP). Die Studie rechtfertigt keine Aussage über eine Überlegenheit gegenüber ERP.

Originalstudie

Anwar S, Younas R, Deebani W, Yingjie J. Assessing the Impact of Metacognitive Therapy on OCD Severity and Beliefs: A Three-Wave Multisite RCT With Panel Mediation Analysis. Depression and Anxiety. 2026;2026:5060244. DOI und Volltext.

Zur Forschungsübersicht Zwang →

Redaktioneller Stand: 23. Oktober 2026.